Aus der (neuen) Kategorie: ungewöhnliche Bücher
Aus der (neuen) Rubrik: ungewöhnliche Buchcover/Titel und/oder Geschichten
6.
Heute habe ich 3 Cover mitgebracht, die ich besonders finde – zwei besonders gelungen und eines, na ja, seht selbst.
Das besondere hierbei ist, dass es alternative Buchcover sind, keine offiziellen, was ich sehr schade finde.
Wir starten mit dem bekannten dystopischen Roman 1984 von George Orwell.
In dem Roman herrscht ein totalitäres Regime, die alles und jeden überwacht – auch die Gedanken. Sie bestimmen, was wahr ist und was nicht, eigene Gedanken werden als Gedankenverbrechen angesehen.
Das Cover wurde von Luke James gestaltet.
Ich mag hier das minimalistische, ja, fast kalte reduzierte Cover, obwohl Orange eigentlich eine warme Farbe ist, was einen schönen Kontrast ergibt.
Dazu die Kamera, die für die totale Überwachung und Kontrolle steht.
Sie beleuchtet/überwacht sozusagen den Anfangssatz – einen (eigenen) Gedanken.
Der erste Satz wurde hier auf dem Cover mitverarbeitet, was mir besonders gut gefällt.
"It was a cold bright day in April, and the clocks were striking thirteen."
Das zweite alternative Cover, welches ich sehr gelungen finde, ist von Shawny Withay und zeigt den Klassiker American Psycho von Bret Easton Ellis.
In dem Roman folgen wir dem reichen, gelangweilten und eitlen Patrick Bateman, einen Wall-Street-Investmentbanker, der brutale Morde verübt und einer Yuppie-Gesellschaft, die oberflächlich und empathielos ist und sich gegenseitig eigentlich gar nicht wahrnimmt.
Obwohl Patrick gesteht, bleibt am Ende offen, ob die Morde wirklich real sind oder bloß Patricks Phantasie entspringen.
Das Cover zeigt den Titel in schiefer, roter Schrift, die perfekt zum irren, blutigen Protaginsten passt und im schwarz-grauen Kopf steht.
Ebenso passend ist der weiße Kragen des (nicht sichtbaren) Anzugs, den man aber im sonst schwarzen Cover erahnen könnte.
Die Krawatte bildet eine rote Hand ab, die auch gut zur mordenden Hand des Protagonisten passt. Es ist eigentlich simpel aber sagt so viel aus und hat voll Bezug zum Inhalt.
Das dritte alternative Cover, entworfen von Micco Caporale, zeigt The Illustrated Man von Ray Bradbury, Autor von Fahrenheit 451. Es handelt sich um eine Sammlung von 18 Erzählungen im Science Fiction-Genre.
Das Cover verursacht mir Anxiety, ehrlich. Ich finde es eher unangenehm, die wusltigen, tätowierten Hände sind mir zu prominent, die geschwungene Schrift und vielen Abbildungen passen zwar insgesamt gut zum Inhalt – denn die vielen Tätowierungen eines Mannes erwachen bei Nacht zum Leben – doch ist es für mich einfach überstimulierend.
Es sind auch keine schönen Dinge, sondern Waffen – unter anderem eine Axt, Handgranate und Pistole.
Dennoch finde ich die Grundidee der Erzählungen super spannend, beim Cover fühle ich mich schlicht nicht wohl.
Ein oder zwei Cover habe ich zufällig beim Stöbern entdeckt und bin dann auf den Blog gestoßen, wo es noch weitere coole alternative Cover zu entdecken gibt.
Quelle: solopress.com
Schaut sie euch doch mal an.
Wie gefallen euch die alternativen Cover, welches ist euer Favorit?
Schönen guten Morgen!
AntwortenLöschenJetzt war ich natürlich gespannt, welche Bücher du wieder rausgesucht hast!
(mein eigener Beitrag schlummert noch vor sich hin, ich finde momentan einfach keinen Platz... ich will auch nicht zu viele Beiträge posten und meinen Rhythmus beibehalten. Aber er kommt!)
1984 - sehr cooles Cover, ich mag das auch. Auch wenn mir das orange nicht so gefällt, da gibt es in der Farbe noch etwas "schönere" Facetten die dann auch etwas wärmer wirken. Und es ist schon sehr strange, weil es "falsch herum" ist - also die Lampe von oben seitlich und die Schrift dann wieder zum umdrehen *lach* Definitiv skurril!
Ah, American Psycho! Ich kenne nur den Film, allerdings ist das schon ewig her! Die Details, wie sie hier zusammengestellt wurden, finde ich sehr gelungen! Grade auch der weiße Kragen symbolisiert ja auch die typischen Anzugträger und was man klischeehaft mit ihnen verbindet.
Ich finde auch das dritte cool! Die Waffen stören mich nicht, die sind ja nicht echt :D Genauso wenig wie mich Thriller, Horror oder sonstige Fantasysachen mit Krieg und Kämpfen nicht stören - weil sie eben in meiner Welt der Geschichten sind und nicht real. Ich mag das schwarz weiß hier - bei den Händen vorne, da kommt es mir vor als sähe ich viel zu viele Finger *lach* die hätte man wirklich weniger voluminös machen können. Ansonsten von der Idee her gut, auch mit der Schrift. Filigranere Bleistiftzeichnungen hätten mir aber besser gefallen.
Liebste Grüße und einen schönen Sonntag!
Aleshanee