Was für ein Horror!
Ich bin kein großer Fan von z.B. Halloween oder Texas Chainsaw Massacre, irgendwie macht es mich kirre es mit einem menschlichen aber zeitgleich irgendwie übermenschlichen Irren zu tun zu haben, der immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist und unverwundbar erscheint. Auch wenn es durchaus Unterhaltung bietet und man es nicht unbedingt allzu ernst nehmen muss.
Bloße Blutrünstigkeit interessiert mich nicht, das ist irgendwie nicht das, was ich unter einem (guten) Horrorfilm verstehe und wohl auch eher zur Kategorie Slasher zählt.
Mit If Wishes Could Kill ist gerade eine südkoreanische Horrorserie auf Netflix erschienen, die sehr vielversprechend klingt und auch gute Bewertungen bekommen hat, ich bin gespannt.
Laut iMDb (weltweit größte Online-Datenbank für u.a. Filme und Serien) sind andere Filme in den Top-Ten aber da das hier meine Liste ist, kann ich schreiben was ich will.
Los geht's!
ist die US-Amerikanische Version des gleichnamigen japanischen Horror/Fantasy-Films aus dem Jahr 2002, welcher auf dem Buch Dark Water von Kōji Suzuki beruht.
Dahlia, die sich in einem Sorgerechtsstreit um ihre 6jährige Tochter befindet, zieht mit ihr in eine billige Wohnung in einem großen Klotz von Mietshaus.
Als es beginnt von der Decke zu Tropfen und seltsame Geräusche aus der Wohnung über ihnen dringen, versucht sie herauszufinden, was es damit auf sich hat.
Immer wieder taucht ein Kinderrucksack auf dem Dach auf und es wird klar, dass die Vorkommnisse mit dem Verschwinden eines Mädchens vor zwei Jahren zu tun haben müssen.
Als Dahlia auch noch immer wieder ein kleines Mädchen erscheint, die beginnt, sie und ihre Tochter zu bedrängen, beginnt Dahlia zu begreifen, dass sie und ihre Tochter sich in großer Gefahr – in Lebensgefahr – befinden.
In diesem klobigen Mietshaus wirkt alles unheimlich, gerade in der düsteren Atmosphäre, in der der Film gehalten ist. Am Ende des Filmes bricht die Sonne durch und das Gebäude wirkt direkt viel normaler und weniger bedrohlich.
Natürlich wird bewusst mit der düster wirkenden Atmosphäre gespielt (es ist oft dunkel und regnet), und auch wenn die Geschichte zwar unheimlich und beängstigend ist, ist sie auch sehr tragisch.
Es kommt wirklich selten vor, dass ich bei einem Horrorfilm weinen musste aber hier schon.
Das gefällt mir an diesem Film, er setzt nicht auf gruselige Schockmomente oder Blutvergießen, er ist sowohl unheimlich als auch traurig, vor allem am Ende.
mit Franka Potente (Lola rennt, Die Bourne Identität), R-rated
Nach einer Party wartet die junge Kate in London auf die U-Bahn.
Sie nickt ein und als sie aufwacht, ist sie ganz allein auf dem Bahnsteig.
Als doch noch eine Bahn einfährt, ist sie erleichtert und steigt ein.
Guy, ein Typ von der Party, der sie dort belästigte, ist Kate in die Bahn gefolgt.
Nach kurzer Fahrt stoppt die Bahn in einem Tunnel abrupt, es ist kein Fahrer zu finden.
Als Guy zudringlich wird, wird er plötzlich von einer unbekannten Gestalt aus dem Zug gezogen und verschwindet.
Für Kate beginnt ein alptraumhafter Kampf ums Überleben, tief unter den Straßen Londons, abgeschnitten von jeder Hilfe.
Ich habe den Film einmal gesehen und nie mehr vergessen.
Es ist ein gelungener, spannender und schockierender Horrorfilm mit Slasher-Elementen.
Das Ende gefällt mir gut, der Kontrast des alltäglichen Lebens zu dem Schrecken, den Kate in den Tunneln erlebte, macht deutlich, wie schnell etwas aus dem Ruder laufen und man unfreiwillig in schlimme Situationen geraten kann.
Die amerikanische Austauschstudentin Karen wird zufällig in die Geschichte um einen tödlichen Fluch, der an ein Haus und dessen Familie gebunden ist, gezogen.
Nach und nach enthüllt sie, was es mit dem Haus, deren Geistern und ihrer tragischen Geschichte auf sich hat.
Kayako ist unglücklich verheiratet. Die Mutter eines kleinen Sohnes beginnt, für den Collegeprofessor Peter zu schwärmen, der in Tokio an einer Universität arbeitet.
Sie folgt ihm heimlich und schreibt ihm Liebesbriefe.
Ihre Liebe und Schwärmerei für ihn hält sie in ihrem Tagebuch fest und als ihr Mann das Tagebuch findet, reagiert er mit äußerster Gewalt.
The Grudge beruht auf der Idee, dass ein Fluch entsteht, wenn jemand im heftigen Zorn stirbt, und sich wie ein Virus auf jeden verbreitet, der das verfluchte Haus betritt.
Ich muss sagen, ich habe mich dermaßen vor den Geistern gegruselt aber gleichzeitig taten sie mir unglaublich leid.
Wie Karen das Haus betritt und auf den kleinen Jungen Toshio trifft – man macht sich beinahe in die Hose und dennoch hat er so etwas verlorenes, trauriges.
Ich finde die Geschichte und ihre Hintergründe toll erzählt und trotz dem es ein Horrorthriller ist, hat er eine außerordentliche filmische und erzählerische Qualität.
Die Geschichte wurde in beiden Fällen von Takeshi Shimizu verfilmt und die Rolle der Kayako wird in beiden Fällen von Takako Fuji verkörpert. In der Rolle der Karen sehen wie Sarah Michelle Gellar (Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast, Buffy– im Bann der Dämonen) sowie Bill Pullman (Space Balls, Malice, Während du schliefst) als Peter.
Das Ehepaar Baxter reist nach Venedig, um den Tod ihrer kleinen Tochter zu verarbeiten und weil John, der als Restaurator arbeitet, dort einen Auftrag von einer Kirche erhielt.
Bald darauf begegnen sie den mysteriösen Zwilligsschwestern Wendy und der blinden Heather, die behauptet, Seherin zu sein und Kontakt mit der Seele ihrer verstorbenen Tochter aufnehmen zu können.
Sie warnt John, der immer wieder eine kleine Person in einem roten Mantel sieht, wie ihn auch seine Tochter trug, als sie starb und legt ihm nahe, Venedig zu verlassen.
Doch John schlägt die Warnung in den Wind, ist wie besessen, einerseits glaubt er nicht an Übernatürliches, andererseits folgt er der kleinen Gestalt, die an seine Tochter erinnert und hat selbst Visionen.
Der Film ist zu recht ein Klassiker des Horrorgenres, mit einer besonderen, beklemmenden Atmosphäre, die auch durch die Gassen Venedigs zustande kommt, die oft düster und nebelig gezeigt werden. Es hat schon fast etwas traumartiges an sich und spielt mit immer wiederkehrenden Elementen (Wasser, Nebel, zerbrechendes Glas, die Farbe Rot).
Das Ende ist berühmt und ein Schocker, John erkennt, dass er selbst eine Vision von diesem Moment hatte, als er die Identität der Gestalt im roten Mantel enthüllt.
Viel diskutiert ist auch die Schlussszene, in der Laura, in Schwarz gekleidet, auf einer Trauergondel durch die Kanäle Venedigs fährt und lächelt.
Die Körperfresser kommen ist ein absoluter Klassiker.
Elizabeth findet eine exotisch aussehende Blume und nimmt sie mit nach Hause – nicht ahnend, dass es sich dabei um eine parasitäre außerirdische Lebensform handelt.
Am nächsten Morgen ist ihr Freund verändert, er verhält sich merkwürdig und besorgt und verängstigt wendet sie sich an den befreundeten Gesundheitsinspektor und Kollegen Matthew.
Sie finden immer mehr Menschen, die behaupten, Familienangehörige seien 'nicht sie selbst', doch die Behörden tun dies als Hysterie ab.
Bald darauf findet Matthew Elizabeth schlafend vor, mit einer Art Pilz bewachsen, während ein Duplikat von ihr neben ihr heranwächst.
Er versucht sie zu wecken und nimmt sie schließlich mit sich. Die Situation beginnt, immer brenzliger und bedrohlicher zu werden, da sie vermuten, dass bereits wichtige Posten durch die außerirdischen Duplikate ersetzt wurden, welche durch komplette Emotionslosigkeit auffallen.
Das Ende ist wohl mit das erschreckendste in der Geschichte des Films.
Mit Donald Sutherland (Wenn die Gondeln trauer tragen, Die Tribute von Panem, Stolz und Vorurteil), Brooke Adams (Dead Zone), Jeff Goldblum (Die Fliege, Jurassic Park, Wicked) und Veronica Cartwright (Alien, Die Vögel)
Bonus:
Stumme Zeugin (1995)
Die stumme Maskenbildnerin Billy arbeitet an einem Slasher-Film mit, der in Moskau gedreht wird, bei dem der Freund ihrer Schwester Regie führt.
Eines Abends wird sie versehentlich in dem Filmstudio eingeschlossen und wird bald darauf Zeugin eines brutalen Mordes.
Sie versucht sich unbemerkt davonzustehlen, wird jedoch entdeckt.
Es beginnt ein spannendes Katz- und Mausspiel und Billy muss versuchen, Hilfe zu holen und sich den Behörden mitzuteilen, bevor die russische Mafia, die hinter dem Mord steckt und Beweise für ihr Verbrechen bei Billy vermutet, sie findet.
Die Geschichte entfaltet sich immer mehr und zwischendurch dachte ich schon, okay, könnte man auch vor 20 Minuten beendet haben das Thema.
Hallo Silver,
AntwortenLöschenich kannte bislang keinen deiner vorgestellten Horrorfilme. Das wundert aber nicht, denn ich kann mit Grusel so gar nicht gut umgehen. Besonders schlimm finde ich diese Filme, in denen ein Soundtrack eingespielt wird, der vom kommenden Unheil kündet, der ganze Körper spannt sich an, in Erwartung auf den Schockmoment und dann, gerade, wenn man sich entspannt hat, weil man einfach nicht mehr anders kann, dann kommt der Schock. Das ist nichts für meine (zarten) Nerven ;o)
Und doch verstehe ich anhand deiner Beschreibungen, warum du die verschiedenen Filme gemocht hast.
Ich habe damals schon mal die ein oder andere Verfilmung von Stephen King gesehen (besonders The Green Mile und Mystery mochte ich sehr. Auch Friedhof der Kuscheltiere habe ich angeschaut - war mir aber schon zu gruselig ...). Die Serie American Horror Story fand ich auch großartig, gerade, weil hier auch einiges auf psychologischer Ebene abgeht. Von den wenigen gesehenen Horrorfilmen ist auch oft ein Teil hängengeblieben. Das brauche ich nicht: Diese Angst, die sich dann ggf. in den Alltag mit reinzieht. Aber sicherlich gibt es auch hier viele gute Werke, die einem mehr geben, als nur Ängste und Adrenalinkick. Und da wird es dann ggf. auch wieder interessant :o)
Ganz liebe Grüße
Tanja
Haha, ja, diese verdammte Musik!
LöschenIch überlege gerade ob in den von mir vorgestellten Filmen besonders aufreibende oder unheilvolle Musik vorkommt..Ich kann mich zumindesr nicht erinnern.
Ja, Misery ist toll, neulich erst wieder gesehen, auch die Neuverfilmung von Friedhof der Kuscheltiere (warum auch immer es neu verfilmt wurde und natürlich abgeändert wurde, ah ich reg mich jetzt nicht drüber auf) aber war dennoch ganz okay.
American Horror Story fand ich auch gut.
Okay also wenn die Angst in den Alltag schwappt ist das natürlich nicht so prickelnd.
Hatte ich jetzt nicht bei den og Filmen auch wenn ich noch länger über sie nachgedacht habe. Weniger wegen des Gruselfaktors, eher wegen der Geschichte an sich.
Bei Alien habe ich mich gegruselt und hatte währendessen Angst, aufs Klo zu gehen, tja, so kann es laufen:)
Liebe Grüße,
Silver:)