100 Fathoms Below
100 Fathoms Below von Stephen L. Kent und Nicholas Kaufmann Horror/Militärthriller, erschienen 2018, Blackstone Pub (erschienen bisher nur auf Englisch)
Ich scrollte durch Threads und stieß auf eine Konversation, in der jemand nebenbei dieses Buch erwähnte. Das machte mich neugierig und ich fing an zu lesen– voilà!
Los geht's:
Los geht's:
An Bord der Roanoke befinden sich insgesamt 140 Mann– 124 verschiedene Mannschaftsdienstgrade und 16 Offiziere.
Die Geschichte spielt Anfang der 1980er Jahre im Kalten Krieg, die Roanoke befindet sich auf einer Spionagemission Richtung Kamtschatka. Ihr Ziel ist, Beweise für ein angeblich besseres, schnelleres und tödlicheres U-Boot der Russen zu finden. Dafür müssen sie tief ins feindliche Gebiet vorrücken ohne entdeckt zu werden. Doch das ist nicht die einzige Gefahr, die auf die Besatzung des U-Bootes lauert.
Es beginnt zunächst mit Petty Officer Stubic, der sich an seinem letzten Abend an Land amüsieren möchte, bevor er, wie auch alle anderen an Bord, 3 Monate auf derU.S.S. Roanoke und unter Wasser, verbringen wird.
Dann lernen wir ein paar Crewmitglieder sowie das Miteinander auf beengten Raum kennen und wo sich was befindet. Zum Beispiel die Kabine des Kapitäns, Mannschaftsschlafräume, die Kommandozentrale, die Kombüse, die Messe (Gemeinschaftsraum).
Die Geschichte spielt Anfang der 1980er Jahre im Kalten Krieg, die Roanoke befindet sich auf einer Spionagemission Richtung Kamtschatka. Ihr Ziel ist, Beweise für ein angeblich besseres, schnelleres und tödlicheres U-Boot der Russen zu finden. Dafür müssen sie tief ins feindliche Gebiet vorrücken ohne entdeckt zu werden. Doch das ist nicht die einzige Gefahr, die auf die Besatzung des U-Bootes lauert.
Es beginnt zunächst mit Petty Officer Stubic, der sich an seinem letzten Abend an Land amüsieren möchte, bevor er, wie auch alle anderen an Bord, 3 Monate auf derU.S.S. Roanoke und unter Wasser, verbringen wird.
Dann lernen wir ein paar Crewmitglieder sowie das Miteinander auf beengten Raum kennen und wo sich was befindet. Zum Beispiel die Kabine des Kapitäns, Mannschaftsschlafräume, die Kommandozentrale, die Kombüse, die Messe (Gemeinschaftsraum).
Alles zusammengequetscht auf engstem Raum und drei Etagen, kaum Platz, keine Privatsphäre.
"Being on a submarine sometimes felt like being on another planet, one with a different orbit and spin. While everyone on land enjoyed 24-hour days, submariners made do with 18-hour ones. They slept six hours, worked six, had six off to unwind—eat, do laundry, study for their off-quals, read, or listen to cassettes on their yellow Walkman headphones—and then the cycle began over again."
Zum Beispiel:
CO- Captain (CO Weber)
XO- Executive Officer/Erster Offizier, der zweithöchste Rang und Vertreter des Kommandanten (XO Jefferson)
COB- Chief of the Boat/ Oberster Unteroffizier bzw Ranghöchster Unteroffizier an Bord eines U-Bootes (COB Farrington)
Watchstanding Planesman/ Wachhabender Rudergänger (Jerry White)
PO3 Petty Officer Third Class/ Unteroffizier (Stubic)
OOD- Officer of the Deck/ Wachdienstoffizier
Petty Officer First Class Tim Spicer arbeitet am Sonargerät und soll im Auftrag des Captains Jerry White im Auge behalten, der auf einem anderen U-Boot ein auffälliges Verhalten zeigte aber auch mutig und als einziger einschritt als an Bord ein Feuer ausbrach.
Durch seine Beschwerde wurde ein Kommandant beurlaubt, dessen Freund nun Vorgesetzter von White ist und ihm unmissverständlich zu verstehen gibt, dass der kleinste Fehler ihm die Beförderung Kosten wird.
PO3 Petty Officer Third Class Stubic, verantwortlich für die Sicherung und Überwachung unter anderem der Torpedos (Torpedoman), fühlt sich nach seinem letzten Abend an Land krank. Er besuchte unerlaubterweise ein 'Brothel' (ein Bordell) und hat keine weitere Erinnerung mehr an den Abend oder wie er wieder in die Kaserne kam.
Er hat Kopfschmerzen, eine hohe Lichtempfindlichkeit und ihm ist unsagbar heiß.
Da es disziplinarische Konsequenzen hätte, wenn herauskommt, dass er jenes Etablissement aufsuchte, meidet er den Schiffsarzt.
Seine letzte Erinnerung ist eine wunderschöne Frau, der unnormal dunkle, komplett lichtlose Flur in dem sie verschwand und zwei glühende Augen, die ihm aus dem Flur entgegen funkelten.
"It was Murphy’s Law: whatever could go wrong would go wrong, and at the worst possible time."
"Being on a submarine sometimes felt like being on another planet, one with a different orbit and spin. While everyone on land enjoyed 24-hour days, submariners made do with 18-hour ones. They slept six hours, worked six, had six off to unwind—eat, do laundry, study for their off-quals, read, or listen to cassettes on their yellow Walkman headphones—and then the cycle began over again."
(Das Leben an Bord eines U-Boots fühlte sich bisweilen an, als befände man sich auf einem anderen Planeten – einem mit einer abweichenden Umlaufbahn und Eigendrehung. Während alle an Land 24-Stunden-Tage genossen, mussten sich die U-Boot-Fahrer mit 18-Stunden-Tagen begnügen. Sie schliefen sechs Stunden, arbeiteten sechs und hatten sechs Stunden frei, um abzuschalten – zu essen, Wäsche zu waschen, für ihre Zusatzqualifikationen zu lernen, zu lesen oder über ihre gelben Walkman-Kopfhörer Kassetten zu hören –, und dann begann der Zyklus von Neuem.)
Außerdem werden im Laufe der Geschichte gängige Abkürzungen und Bezeichnungen der Navy erläutert und weitere Figuren vorgestellt.
Außerdem werden im Laufe der Geschichte gängige Abkürzungen und Bezeichnungen der Navy erläutert und weitere Figuren vorgestellt.
Zum Beispiel:
CO- Captain (CO Weber)
XO- Executive Officer/Erster Offizier, der zweithöchste Rang und Vertreter des Kommandanten (XO Jefferson)
COB- Chief of the Boat/ Oberster Unteroffizier bzw Ranghöchster Unteroffizier an Bord eines U-Bootes (COB Farrington)
Watchstanding Planesman/ Wachhabender Rudergänger (Jerry White)
PO3 Petty Officer Third Class/ Unteroffizier (Stubic)
OOD- Officer of the Deck/ Wachdienstoffizier
Petty Officer First Class Tim Spicer arbeitet am Sonargerät und soll im Auftrag des Captains Jerry White im Auge behalten, der auf einem anderen U-Boot ein auffälliges Verhalten zeigte aber auch mutig und als einziger einschritt als an Bord ein Feuer ausbrach.
Durch seine Beschwerde wurde ein Kommandant beurlaubt, dessen Freund nun Vorgesetzter von White ist und ihm unmissverständlich zu verstehen gibt, dass der kleinste Fehler ihm die Beförderung Kosten wird.
PO3 Petty Officer Third Class Stubic, verantwortlich für die Sicherung und Überwachung unter anderem der Torpedos (Torpedoman), fühlt sich nach seinem letzten Abend an Land krank. Er besuchte unerlaubterweise ein 'Brothel' (ein Bordell) und hat keine weitere Erinnerung mehr an den Abend oder wie er wieder in die Kaserne kam.
Er hat Kopfschmerzen, eine hohe Lichtempfindlichkeit und ihm ist unsagbar heiß.
Da es disziplinarische Konsequenzen hätte, wenn herauskommt, dass er jenes Etablissement aufsuchte, meidet er den Schiffsarzt.
Seine letzte Erinnerung ist eine wunderschöne Frau, der unnormal dunkle, komplett lichtlose Flur in dem sie verschwand und zwei glühende Augen, die ihm aus dem Flur entgegen funkelten.
Und als erst ein zerschlagenes Deckenlicht entdeckt und schließlich der Verursacher tot aufgefunden wird, schwant der Besatzung langsam, dass etwas gewaltig aus dem Ruder läuft.
"It was Murphy’s Law: whatever could go wrong would go wrong, and at the worst possible time."
(Es war Murphys Gesetz: Was schiefgehen konnte, ging schief – und zwar zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt.)
Immer mehr Deckenlichter und Spiegel werden zerstört, aber der Schiffsarzt, der im Torpedoraum mit den toten Männern ausharrt, versichert, dass die Toten tot sind und nicht, wie von zwei Augenzeugen behauptet, außerhalb der Quarantäne gesehen worden sein können.
Doch immer mehr Männer befällt ein mysteriöses Fieber, Offiziere verschwinden– was auf einen knapp 90 Meter langen U-Boot nahezu unmöglich ist. Die Situation spitzt sich immer weiter zu– und es gibt kein Entkommen.
"Symbolically, it was like shattering yourself, wasn’t it? All a mirror could do was show you your reflection, and to break it … To break it meant you didn’t like what you saw."
Immer mehr Deckenlichter und Spiegel werden zerstört, aber der Schiffsarzt, der im Torpedoraum mit den toten Männern ausharrt, versichert, dass die Toten tot sind und nicht, wie von zwei Augenzeugen behauptet, außerhalb der Quarantäne gesehen worden sein können.
Doch immer mehr Männer befällt ein mysteriöses Fieber, Offiziere verschwinden– was auf einen knapp 90 Meter langen U-Boot nahezu unmöglich ist. Die Situation spitzt sich immer weiter zu– und es gibt kein Entkommen.
"Symbolically, it was like shattering yourself, wasn’t it? All a mirror could do was show you your reflection, and to break it … To break it meant you didn’t like what you saw."
(Symbolisch betrachtet war es, als würdest du dich selbst zerschmettern – nicht wahr? Alles, was ein Spiegel tun konnte, war, dir dein Spiegelbild zu zeigen; und ihn zu zerbrechen … Ihn zu zerbrechen bedeutete, dass dir nicht gefiel, was du sahst.)
*
Die Spannung baut sich langsam aber stetig auf, hier und da hätte es der immer wiederkehrenden Beschreibungen, wo was ist oder weiterer Erklärungen meiner Ansicht nach nicht gebraucht. Das hätte den Plot etwas gestrafft und zügiger aufgebaut und die Spannung höher gehalten.
Dennoch wird der unausweichliche Horror an Bord deutlich und den Lesern ist natürlich schneller klar, was vor sich geht, als der Crew an Bord– ist es doch zu unglaublich, was dort sein Unwesen treibt.
Es werden verschiedene Charaktere beleuchtet, was okay ist, da es die Geschichte und die Geschehnisse vor- und dem Leser näherbringt aber man weiß dabei nie, wohin der gerade beleuchtete Charakter führt. Ob er bleibt– oder wieder geht.
Es kristallisiert sich erst relativ spät heraus, wer so eine Art Hauptcharakter ist. Das macht es insgesamt etwas unruhig aber spiegelt auch gut das Durcheinander der Situation an Bord wieder und nur bei einem Protagonisten zu bleiben und nur aus seiner Sicht zu schreiben hätte in diesem Fall nicht so gut funktioniert. Es bringt dem Leser das Schicksal dieser Charaktere etwas näher, näher als hätte es ein Hauptprotagonist von außen geschildert. Da sie aber nur kurz beschrieben werden und die Hauptakteure nach und nach punktuell, kommt man nie so wirklich nah an sie heran.
Man muss sich darauf einstellen, dass es so aufgebaut ist, dann geht es auch voll klar.
Das Ende ist großartig, ein wenig absehbar aber nicht minder gelungen.
Das Buch erschien bisher nur auf Englisch, es ist dennoch gut zu lesen und relativ leicht zu verstehen, es werden hier und da umgangssprachliche Ausdrücke verwendet, die man aber zur Not nachschlagen kann.
Insgesamt betrachtet ein spannendes Buch in einem ungewöhnlichen Setting– die tödliche Gefahr– die an Bord und die, die von feindlichen U-Booten ausgeht– wird spannend und greifbar beschrieben. Eine große Empfehlung wenn man mal abseits seiner normalen Präferenzen lesen möchte.
Punktevergabe zur Orientierung:
Persönlicher Gesamteindruck: 4,5/5
Spannung: 4/5
Humor: 0,5/5
Spice: 0/5
Stil/Lesefluss: 3,5/5
Logik(fehler) in der Handlung: 0,5/5
Empathie/Sympathie mit Hauptfigur(en): 3,5-4/5
Persönlicher Gesamteindruck: 4,5/5
Spannung: 4/5
Humor: 0,5/5
Spice: 0/5
Stil/Lesefluss: 3,5/5
Logik(fehler) in der Handlung: 0,5/5
Empathie/Sympathie mit Hauptfigur(en): 3,5-4/5
Viel Freude beim Lesen!
Silver
Kommentare
Kommentar veröffentlichen