Aus der (neuen) Kategorie: Ungewöhnliche Bücher
Im ersten Moment war ich etwas irritiert. Man könnte es vielleicht etwas pietätlos finden aber so mit einem schweren Thema umzugehen ist auch eine Herangehensweise.
Aber es gibt auch humorvolle Inschriften zu bewundern, wie"Wanderer zieht schnell vorüber, sonst steht sie auf und babbelt wieder", aus der Feder der Verstorbenen selbst.
Ich mag irgendwie leicht humorvolle Inschriften, zumindest wenn es denn die Person, die dort begraben wurde, auch so wollte. Das lässt sich nicht immer sagen, wie zum Beispiel bei einem Jürgen, dessen Bruder auf dem Grabstein verewigen ließ: "Mein Bruder war Tischler, doch nicht aus Holz", was zum einen sicher auch niemand annahm und zum anderen leider unfreiwillig komisch ist.
Es behandelt auch den Wandel der Friedhofs- und Bestattungskultur und das Überwinden starrer Konventionen in diesem Bereich. Ebenso untersuchen die beiden Soziologen wie Hinterbliebene mit dem Verlust umgehen und die Persönlichkeit der Verstorbenen in die Grabstätte mit einfließen lassen.
Mein Blick wandert eigentlich immer zuerst auf die Jahreszahlen. Geburtsjahr und Sterbedatum. Manche sind erschütternd jung verstorben. Das lässt mir bei aller tragikomischen Grundstimmung des Buches immer etwas das Herz schwer werden.
Doch mit Humor an die Sache zu gehen ist auch nicht verkehrt. Und ungewöhnlich ist es allemal, weshalb es gut in diese Kategorie passt.
Was haltet ihr davon? Wäre das etwas,was ihr lesen würdet?
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